Am Vorabend des Vatertags stand bei den Höfen-Baacher Fußballsenioren Höfen-Baach das Lokalderby in Hertmannsweiler auf dem Programm.
Tim und die KI haben dazu folgenden Bericht verfasst:
Höfen-Baach gewinnt trotz Strafzetteln, Personalmangel und eigentlich allem
Es gibt Fußballabende, die schreibt nur der Amateurfußball. Und dann gibt es den 13. Mai 2026 in Hertmannsweiler.
Eigentlich hätte das AH-Team der SF Höfen-Baach an diesem Abend gar nicht antreten sollen. Zahlreiche Absagen hatten den Kader im Vorfeld derart zusammengeschrumpft, dass zwischenzeitlich ernsthaft diskutiert wurde, ob man statt einer Mannschaft vielleicht einfach nur eine Absage schicken sollte. Manche Experten sahen Höfen bereits im Modus „gemütlicher Mittwoch auf der Couch“.
Doch Teamchef Chri schaffte es irgendwie, eine Truppe zusammenzutrommeln. Vermutlich mit WhatsApp-Nachrichten wie:
„Hast du noch Fußballschuhe?“
„Kannst du halbwegs laufen?“
„Dann passt’s.“
Die Anreise zeigte dann bereits früh, dass dieser Abend Potenzial für Geschichte hatte. Mehrere Höfener Spieler entschieden sich für eine kreative Routenwahl über einen unerlaubten Feldweg. Das Ordnungsamt war allerdings wacher als die Defensive des SV Hertmannsweiler und kassierte noch vor dem Anpfiff mehrere Spieler ab – 50 Euro Strafe pro Mann. Damit war zumindest klar: Die Mannschaft hatte schon vor Spielbeginn ordentlich investiert.
Auf dem Rasenplatz in Hertmannsweiler entwickelte sich anschließend das vermutlich unwahrscheinlichste Derby der jüngeren AH-Geschichte. Während Hertmannsweiler wohl dachte, der ersatzgeschwächte Gegner würde irgendwann auseinanderfallen, spielte Höfen-Baach plötzlich Fußball wie eine Mannschaft, die aus Versehen ihre Prime erwischt hatte.
Rainer traf.
Claudio traf.
Ibo traf.
Und sogar Aushilfskraft Even traf.
Spätestens nach dem vierten Tor wurde in Hertmannsweiler vermutlich geprüft, ob man versehentlich gegen eine Bezirksliga-Traditionsmannschaft angetreten war.
Der einzige Gegentreffer fiel nach einem Freistoß. Die Höfener Mauer stand dabei allerdings eher dekorativ im Raum. Ein Beobachter beschrieb die Situation später als „optisch bemüht, sportlich ausbaufähig“.
Mit dem 4:1-Erfolg setzt sich eine bemerkenswerte Derby-Serie fort: Nach dem 3:3 vor zwei Jahren und dem legendären 7:2 im Vorjahr bleibt Höfen-Baach nun auch im dritten Spiel in Folge gegen Hertmannsweiler ungeschlagen. Langsam wird aus einer Überraschung wohl ein echtes Trauma.
Für Abteilungsleiter Jürgen hätte das letzte Spiel im Amt kaum besser laufen können. Emotionaler Derby-Sieg, vier Tore, beste Stimmung – und vermutlich die Erkenntnis, dass Chaos manchmal einfach der perfekte Matchplan ist.
Und weil ein echter AH-Abend natürlich nicht einfach mit dem Schlusspfiff endet, verlagerte sich die dritte Halbzeit anschließend noch ins Festzelt neben dem Sportplatz. Dort wurde der Derby-Coup stilecht mit Bier und Currywurst aufgearbeitet. Augenzeugen berichten von taktischen Analysen, die mit jedem Getränk deutlich detaillierter wurden. Gegen Mitternacht waren sich schließlich alle einig:
Der unerlaubte Feldweg war teuer – der Abend aber unbezahlbar.
Am Ende des Abends standen somit vier Dinge fest:
Feldwege sind keine offiziellen Zufahrten.
Aushilfskräfte können brandgefährlich sein.
Das Spiel wurde sogar vom vereinseigenen Videoteam aufgezeichnet. Dazu hier klicken.
Bier und Currywurst bleiben die wichtigste Regenerationsmaßnahme im AH-Fußball.
Wer gegen Höfen-Baach spielt, sollte sich von Personalsorgen besser nicht täuschen lassen.
Am nächsten Morgen stand diese Trainingsgruppe auf dem Platz.
Zum Mittagessen begrüßte Abteilungsleiter Jürgen die Familienmitglieder im Vereinsheim.
Beim Buffet war für jeden etwas dabei.
Anschließend fand das traditionelle Barfußelfmeterschiessen in unterschiedlichen Altersgruppen statt. Den Anfang machten die Mädchen.
Danach waren die Jungen an der Reihe.
In der Herren-Konkurrenz musste sich Keeper Ervin mehrmals lang machen.
Bei den Damen zog Johanna vom Elfmeterpunkt unhaltbar ab.
Auch Ehemann Christian ließ es sich nicht nehmen an ihrem 10. Hochzeitstag den Wettbewerb zu gewinnen.
Das Torschützen-Königspaar mit den Torschützen-Prinzessin und Prinz.
Zum Abschluss gab es Kaffee und lecker Kuchen. Vielen Dank an alle Kuchen- und Salatlieferanten.